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Alles auf einen Blick
Internet-Bibliotheks-Katalog für Theologie und Kirche ging ins Netz
KÖLN. (RAS) Wer sich rasch über die Ausleihe eines Buches zu Theologie und Kirche aus einer kirchlichen Bibliothek erkundigen will, findet seit kurzem seine Information zuverlässig über den neuen Internet-Bibliotheks-Katalog „ www.vthk.de “. Das Portal „Virtueller Katalog Theologie und Kirche“ — kurz „vthk“ — bietet den Zugriff auf die Buch- und Zeitschriftenbestände von bislang 16 Bibliotheken deutschlandweit. Die Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek in Köln hat bei diesem Projekt die Federführung. Projektleiter ist ihr stellvertretender Direktor Professor Dr. Siegfried Schmidt. Jetzt haben die Nutzer die Kataloge der Bibliotheken auf einer einzigen Seite „von zu Hause aus das ganze Jahr über rund um die Uhr verfügbar“, hebt Professor Schmidt hervor.
Der virtuelle Katalog bietet eine fachlich spezialisierte Sicht auf Buchbestände zur Theologie, verwandter und angrenzender Fächer sowie den Zugriff auf Buchbestände wissenschaftlicher Bibliotheken in kirchlicher Trägerschaft. Er ist ökumenisch angelegt, denn neben (erz)bischöflichen Bibliotheken aus Münster, Mainz und Paderborn kann man auch den Buchbestand mehrerer evangelischer Einrichtungen einsehen. Die Suchmaske auf der ersten Seite des Portals bietet viele Möglichkeiten der Abfrage, beispielsweise unter den Begriffen Autorenname, Buchtitel oder Schlagwort. Bereits nach wenigen Tagen im Netz verzeichnet das Portal durchschnittlich 300 Zugriffe von Literartursuchenden pro Tag.
Der Vorteil des Katalogangebots gegenüber anderen Angeboten im Internet liegt darin, auf einen Blick die Bestände unterschiedlicher Bibliotheken überschauen zu können. Damit hat man ein gesuchtes Buch zwar noch nicht in der Hand, aber „das Besorgen eines Buches setzt immer die treffende Information voraus. Das schaffen wir mit diesem System“, erklärt Projektleiter Siegfried Schmidt.
Ausstellung zum Jubiläum
Bruder Lukas Ruegenberg feiert Goldene Profess
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| Bruder Lukas mit einem Kreuz, das er gemalt hat. Die Nägel des Kreuzes stammen aus den Schienen, die ins KZ Birkenau führten. |
KÖLN / MARIA LAACH. (RB) Er ist Benediktinermönch, Künstler und Sozialarbeiter: Am kommenden Sonntag, 21. März, feiert Bruder Lukas Ruegenberg OSB in Maria Laach seine Goldene Profess. Aus diesem Anlass wird am Nachmittag im Informationszentrum der Abtei eine Kunstausstellung mit Exponaten aus dem Lebenswerk des Benediktiners eröffnet. Zwei Wochen lang wird diese Schau zu sehen sein. Der 1928 in Berlin geborene Ruegenberg trat nach einem Studium an der Kunstakademie Berlin bei Karl Schmidt-Rottluff 1951 in die Benediktinerabtei am Laacher See ein. Berühmt wurde Ruegenberg durch die Illustration vieler Kinderbücher. Einen Namen hat er sich aber auch als Sozialarbeiter im Kölner-Problemstadtteil Bilderstöckchen gemacht, wo er sich stellvertretend für die Abtei mit großem Herz seit mehr als 25 Jahren für die Menschen einsetzt. Zusammen mit vielen Bewohnern des Bilderstöckchens hat er zahllose Hilfstransport zunächst nach Polen und seit einigen Jahren in die Ukraine durchgeführt. Zurzeit bemüht sich Bruder Lukas einen der jüngeren Mitbrüder aus der Abtei als seinen Nachfolger für die Arbeit in Köln zu gewinnen. Denn Bruder Lukas glaubt fest: „Auch nach mir wird die Abtei Verantwortung in Bilderstöckchen übernehmen.“
Wandern für den guten Zweck
Horremer Mädchen-Realschule Mater Salvatoris veranstaltete „Hungermarsch“
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| Abschluss des Hungermarsches im Kölner Dom: Die Schule feiert außerdem 50- jähriges Bestehen in Trägerschaft des Salvatorianerinnen-Ordens. (Fotos: Boecker) |
KÖLN. (LA) Anke, elf Jahre und ihre Freundin Sandra, zwölf Jahre alt, sind froh, endlich am Dom angekommen zu sein: 20 Kilomter sind sie mit ihren 780 Mitschülerinnen von ihrer Schule, der Mädchen-Realschule Mater Salvatoris in Kerpen-Horrem, gelaufen. Mit dabei waren auch die 44 Lehrer sowie zahlreiche Eltern.
Den sogenannte „Hungermarsch“, veranstaltet die Schule seit 25 Jahren gemeinsam mit Misereor. Jede Schülerin sucht sich Sponsoren, die pro gegangenen Kilometer einen bestimmten Geldbetrag spenden. Vier Stunden haben Yvonne (12) und ihre Freundinnen gebraucht. Sie sind die mit zwölf Kilometern kürzere Strecke nach Junkersdorf gelaufen und haben von da aus die Bahn genommen: „Es wurde einfach zu anstrengend und zu heiß. Manche haben sich sogar die Schuhe ausgezogen und sind auf Socken gelaufen!“ berichten sie. Aber für den guten Zweck strengt man sich auch mal an: Barbara aus der zehnten Klasse erklärt: „Wir wollen nicht von Haus zu Haus gehen und Spenden sammeln, sondern die Leute sollen sehen, dass wir selber etwas tun. Durch den Hungermarsch präsentieren wir die Projekte.“
Dieses Jahr werden mit den „erlaufenen“ Geldern beispielsweise eine Salvatorianerinnen-Schule in Indien, ein Kinderheim in Bolivien und ein Misereor-Projekt in Peru unterstützt.
In dem anschließenden Gottesdienst mit Kardinal Joachim Meisner und Misereor-Geschäftsführer Professor Josef Sayer wird ein Plakat überreicht: 835 000 Euro haben die Schülerinnen in den letzten 25 Jahren mit ihren Hungermärschen erlaufen. Der Kardinal hebt in seiner Predigt hervor: „Weil es euch gibt, können andere satt werden. Macht euch zu Vorläufern von Gottes froher Botschaft, dass euch andere nachfolgen können.“
© 2004 by Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln